Drei Tipps für mehr WLAN & Netzwerksicherheit in der Hotellerie

Öffentliche WLAN Hotspots, zum Beispiel in Hotels, Cafes, oder Flughäfen sollten besonders gut gesichert sein.
Foto (c) Photodune
Ein kabelloser Internetzugang ist heutzutage für viele Gäste einer der wichtigsten Services im Urlaub, oder: „So selbstverständlich wie heißes Wasser“, wie es ÖHV Generalsekretär Dr. Markus Gratzer vor kurzem in einem Interview mit der ÖGZ auf den Punkt brachte.  Mittlerweile steht auch schon in fast jedem Hotel ein WLAN Zugang, entweder im  gesamten Haus oder in öffentlichen Bereichen, zur Verfügung.

Nachholbedarf beim Thema Sicherheit, aber …

Besonders beim Thema IT- und Netzwerksicherheit gibt es allerdings oft noch dringenden Nachholbedarf, wie eine internationale Studie im Auftrag des Hardwareherstellers „Watchguard“ herausfand. Demnach sind bis zu zwei Drittel aller öffentlichen WLAN Netzwerke gar nicht oder nur unzureichend gesichert. Ein denkbar schlechtes Ergebnis, zumal das Bewusstsein für Datensicherheit in der Bevölkerung immer stärker wächst und gleichzeitig Bedrohungen wie das Ausspionierten von sensiblen Daten weiter zunehmen.

Wie einfach es ist, in ein schlecht gesichertes Hotel-WLAN einzudringen und persönliche Daten abzufangen, deckte zum Beispiel im November letzten Jahres die Sicherheitsfirma Kaspersky auf:
Ihren Ermittlungen zufolge waren zahlreiche Geschäftsreisende das Ziel von groß angelegter Datenspionage geworden. Kriminelle Hacker hatten über unsichere Netzwerke Zugriff auf die Computer der Hotelgäste erlangt.

… kein Grund zur Beunruhigung bei professionellen WLAN-Lösungen.

Solche Gefahren sind zwar durchaus ernst zu nehmen und auch hierzulande realistische Szenarien. Mit einer professionellen WLAN Vernetzung sowie einer zuverlässigen Internet Zugangsverwaltung können aber bereits viele dieser gravierenden Sicherheitslücken von vornherein vermieden werden.

Unsere goingsoft beschäftigen sich seit über 13 Jahren mit den Themen Gäste-Internet, WLAN Vernetzung und IT-Sicherheit. Unsere Empfehlungen für Hoteliers lassen sich kurz und bündig auf die folgenden drei Punkte zusammenfassen:

1.    Technologie vom Profi

Um beim treffenden Bild vom  heißen Wasser zu bleiben: Die wenigsten würden auf die Idee kommen, sich im Baumarkt einfach ein paar Rohre zu besorgen um die Wasserleitungen in ihrem Hotel selbst zu verlegen. Genauso verhält es sich mit der IT-Infrastruktur. Hier sollte in jedem Fall auf das Know-How, die Erfahrung und die Technologie von Profis vertraut werden, die ihr Handwerk verstehen. 

2.    Getrennte Netze

Im Idealfall ist das Gäste- vom internen Administrationsnetzwerk strikt getrennt, um größtmögliche Daten- und Rechtssicherheit für den Vermieter zu gewährleisten. Über das Gäste-WLAN sollten wirklich ausschließlich Gäste surfen. Für Rezeptions-PCs, Server oder Kreditkartenterminals ist ein eigenständiges, abgesichertes Netzwerk einzurichten.

3. Klare Zugangs-Politik

Um das Gästenetzwerk bestmöglich vor unbefugtem Zugriff zu sichern, sind eindeutige, zeitlich begrenzte und individuelle Zugangscodes je Zimmer oder Gast zu empfehlen. Diese können zum Beispiel durch eine Schnittstelle zum Hotelprogramm automatisch erstellt und protokolliert werden.

Mit diesen drei einfachen, grundlegenden Maßnahmen lassen sich schon viele potentielle Sicherheitsrisiken von vornherein erheblich verkleinern.

Für Hoteliers und Vermieter, die WLAN in ihrem Haus anbieten, lohnt es sich auf jeden Fall, sich intensiv mit dem Thema Netzwerksicherheit auseinanderzusetzten und einen hardware- und herstellerunabhängigen Experten zu Rate zu ziehen.

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